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Giovanna di Rosa

Sorrent Tarantella

Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Süditaliener und den Sorrentinern entgeht dieser nicht.
Es ist üblich während der Arbeit, sei es die Bauern, den Mechaniker, den Metzger als auch die Hausfrauen singen zu hören. Musik macht fröhlich und das Leben im Allgemeinen leichter. So sind die meisten Lieder und Tänze entstanden. Unter denen die Tarantella, ein Volkstanz aus Süditalien und besonders der Region Kampanien und der Stadt Neapel. Das Gebiet in dem das Volk der Liebe, die Dichter, die Leidenschaft, die Eifersucht lebt. Alle Gefühle die im Tanz der Liebe vorkommen.
In Apulien nennt man ihn oft Pizzica, in Kalabrien Viddaneddha, in Sizilien Curdedda. Selbst in der Region Kampanien hört man manchmal auch die Bezeichnung Tammuriata nera, in Sorrent heißt er im Volk oft Saltarello. Vermutlich stammt der Name von der Stadt Tarent in Apulien. Tarent gehörte damals zur Magna Grecia, groß Griechland, deshalb ist es höchst wahrscheinlich, wie auf den Vasen in Süditalien abgebildet, dass die Tarantella der Tanz der Anhänger des Kultes Dionysos ist.
Der Volksmund leitet den Namen jedoch von „Tarantula“ ab, eine Spinne dessen Biss sehr schmerzhaft ist.  Der wilde Tanz sollte dabei quasi eine Therapie sein: Die Musiker kamen ins Haus des Patienten oder auf den Marktplatz und begannen zu spielen; der Gebissene tanzte bis zur völligen Erschöpfung, um das Gift aus dem Körper zu treiben. Im Wahrheit gibt es keine Spinne dessen Biss diese Wirkung haben kann.
In Sorrent wird auch behauptet, dass schon die Meerjungfrauen diesen Tanz für Odysseus getanzt haben. Tatsache ist, dass die Tarantella, auch wenn sie unter den Römern und Christen für eine lange Zeit in Vergessenheit geraten ist, er wieder in Neapel auf den Straßen aufgeführt wurde. Selbst Goethe, Lord Byron,  Ibsens müssen diesen Tanz bewundert haben.  Die Wirkung dieser Musik spiegelt sich aber auch in der klassischen Musik wider. Selbst Komponisten wie Liszt, Schubert, Chopin sind in deren Werken von der Tarantella beeinflusst worden. Gioacchino Rossinis Lied "La Danza" ist eine typische Tarantella. Der Tanz der Tarantella ist ein Kreistanz, der von einem Sänger geleitet wird.
Die Tänzer werden von Instrumenten wie Gitarre, Mandoline, Akkordeon, Tamburine und Kastagnetten begleitet, die den Rhythmus angeben. Die Musik, am Anfang relativ langsam, wird schneller und schneller. So wie die Musik sich ändert, so ändert sich auch der Kurs des Tanzes bis schließlich jeder seinem eigenen Rhythmus folgt. Die Tarantella sorrentina  unterscheidet sich von der anderen, weil sie prinzipiell ein Liebestanz ist, wo die Paare sich suchen, streiten und schließlich versöhnen. Während des Tanzes sind auch Pausen vorgesehen, bei denen typische Volkslieder gesungen werden.

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